Bahnautomatisierungsstandort Braunschweig wechselt von AKL zu AutoStore
Siemens Mobility wird an seinem Standort in Braunschweig ein AutoStore-System von AM Logistic Solutions für die Logistik in der Produktionsversorgung und im Versand einsetzen. Mit diesem System ersetzt der größte Produktionsstandort der Siemens-Sparte Schienenautomatisierung ein bestehendes automatisches Kleinteilelager, für dessen Komponenten die Ersatzteilversorgung eingestellt wird.
Mit der Inbetriebnahme des neuen Kleinteilelagers AutoStore schließt Siemens Mobility einen weiteren Teil der Lagermodernisierung in Braunschweig ab. Der Produktionsstandort plante die Erneuerung seiner Lagertechnik, da die Ersatzteilversorgung für mehrere Komponenten des bisher genutzten automatischen Kleinteilelagers (AKL) auslief. Siemens Mobility betreibt in Braunschweig den größten Standort des Unternehmens für Bahnautomatisierung. Dort lagern Baugruppen und Einzelkomponenten für Produkte aus dem Bereich der Zugsicherungs- und Warnsysteme, wie z.B. On-Board-Units oder das Zugsicherungssystem ETCS. Für diese Modernisierung hat das Unternehmen sorgfältig geprüft, welche technologischen Innovationen die besten Lösungen für die bestehenden Anforderungen des Standortes bieten. Bei der Recherche überzeugte vor allem das AutoStore-System, dessen Eigenschaften genau zu den Anforderungen des Braunschweiger Unternehmens passen. Dank der kompakten Technik kann Siemens Mobility im Braunschweiger Werk nun 30 Prozent mehr Artikel einlagern und auch den Durchsatz um rund 30 steigern. Mit einer Fläche von rund 1.000 Quadratmetern hat der Standort des Lagers damit deutliche Wachstumsreserven gewonnen. Darüber hinaus wurde die Anlage für die empfindlichen elektronischen Bauteile ESD-geschützt konzipiert, so dass keines der Bauteile durch elektrostatische Entladung beschädigt werden kann.
AutoStore ist technisch und wirtschaftlich überzeugend
Neben seiner kompakten Bauweise eignet sich AutoStore dank seiner technischen Eigenschaften besonders für den Einsatz im Produktionslager: Da AutoStore keinen einzigen Ausfallpunkt hat, ist die Zuverlässigkeit des neuen Systems deutlich höher als die des bisherigen Kleinteilelagers. Die weltweit eingesetzten AutoStore-Systeme haben eine durchschnittliche Zuverlässigkeit von 99,6 Prozent. Einlagerung und Auslagerung sind auch dann noch möglich, wenn ein Roboter ausfällt. Der Ausfall eines Regalbediengerätes im bisherigen Kleinteilelager von Siemens Mobility in Braunschweig blockierte dagegen vorübergehend den gesamten betroffenen Gang. Vorteile, die für den AutoStore für Projektleiter Kai-Christian Greve entscheidend waren.
"Wir können das neue AutoStore-System kostengünstiger implementieren als ein Nachrüstungsprojekt für unsere alte Lagertechnik. Außerdem sind die Betriebskosten des neuen Systems niedriger", berichtet er. "Nach der Schulung der Mitarbeiter beginnen wir mit der Verlagerung, dann profitieren wir von einer effizienten Kommissionierung."
Das AutoStore-Lager von Siemens Mobility Braunschweig auf einen Blick
- 31.700 Behälter
- 16 Roboter
- 7 Förderband-Anschlüsse
- 300 Containerlieferungen pro Stunde